Añadir a Mis Favoritos Quitar de Mis favoritos
Cámaras más próximas

Ungarn

Die Republik Ungarn ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Ungarn liegt zum Großteil im Pannonischen Becken und grenzt im Nordwesten an Österreich, im Norden an die Slowakei und die Ukraine, im Osten an Rumänien, im Süden an Serbien und Kroatien und im Südwesten an Slowenien. Der Staat hat eine Fläche von 93.036 km² und knapp über 10 Mio. Einwohner. Ungarn ist seit Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt Ungarns ist Budapest mit ca. 1,7 Mio. Einwohnern.

Die sich vom Nordosten bis Westen erstreckenden ungarischen Gebirgszüge und die Binnenlage des Landes bewirken ein relativ trockenes kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern.

Gastein im Winter

Die Stadt Budapest ist 1873 durch die Zusammenlegung der beiden Städte Buda und Pest entstanden. Sie liegt an der Donau, entlang deren Ufer sich auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden. Am Westufer steht am Fuße des Gellértberges das Gellért-Hotel mit einem Thermalbad, auf seinem Gipfel erhebt sich die Zitadelle, ein Festungsbau aus dem 19. Jahrhundert, mit der Freiheitsstatue an ihrem südlichen Ende. Nördlich davon liegt der Burgberg mit der ehemaligen Königlichen Burg, in der heute die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie und das Budapester Stadtmuseum untergebracht sind. Daneben im klassizistischen Sándor-Palais befindet sich der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten. Außerdem stehen am Burgberg die Matthiaskirche und ihr vorgelagert die Fischerbastei. Am flacheren Ostufer der Donau befinden sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, einige große Hotels, die Corvinus-Universität, das Nationaltheater und der Palast der Künste. Weitere Attraktionen in Budapest sind die neun Brücken über die Donau. Die älteste und bedeutendste unter ihnen ist die Kettenbrücke, gleichzeitig auch das Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt.

Eine für Ungarn typische Landschaft ist die Puszta. Sie ist eine ebene, weiträumige Fläche, deren Boden aus Geröllen und Sanden besteht. Mit ihrer spärlichen Vegitation konnte diese Grassteppe nur als Viehweide genutzt werden. Im Alföld entlang des Flusses Theiß gab es aber auch Auenlandschaften und einzelne Waldinseln. Im 16./17. Jahrhundert während der Türkenherrschaft wurden die Auen trockengelegt und die Wälder gerodet, was zu einer Versalzung der Böden führte. Durch die Kultivierung und intensiver Bewässerung dieser Böden entstand das heute typische Landschaftsbild mit Ziehbrunnen, Einzelgehöften und extensiver Weidewirtschaft, Anbau von Tabak, Mais und Sonnenblumen. Die ursprüngliche Pusztalandschaft ist und wird nur noch auf der Fläche des heutigen Nationalparks Hortobágy östlich von Budapest erhalten.

Gastein im Winter

Der Plattensee, der größte See in Ungarn und gleichzeitig auch der größte Süßwassersee West- und Mitteleuropas, liegt im hügeligen Westen des Landes. Von den Einheimischen auch Balaton genannt, ist der 79 km lange und durchschnittlich 7,8 km breite See wegen seines flachen Wasserstandes und damit hohen Wassertemperatur im Sommer besonders bei Familien sehr beliebt. Wegen seiner Strände, Heilbäder und Thermalquellen und da er nur ca. 120 km von der österreichischen Grenze entfernt liegt, ist der Plattensee neben der Hauptstadt Budapest das wichtigste Tourismuszentrum Ungarns.

Der Theiß-See inmitten der großen ungarischen Tiefebene ist der zweitgrößte See und gleichzeitig der größte künstliche See Ungarns. Er wurde ab 1973 zur Hochwasserregulierung der Theiß in mehreren Stufen ausgehoben. Der 127 km² große und durchschnittlich 1,3 m tiefe See ist das größte zusammenhängende Angelgewässer in Ungarn und somit ein begehrtes Naherholungsgebiet für Naturliebhaber und Wassersportler, die dem Trubel am Plattensee entfliehen möchten. Seine Buchten eignen sich nicht nur gut zum Baden und für diverse Wassersportarten, wie Jetski-, Motorbootfahren u.a. Von Beginn an war der See ein Anglerparadies und ist es aufgrund seines enormen Artenreichtums und der Größe der Fische bis heute geblieben. Der nördliche Teil des Sees, die Bucht von Tiszavalk, wird durch einen Eisenbahndamm vom restlichen Gewässer abgetrennt und kann nur mit geführten Bootstouren besichtigt werden. Sie ist ein streng geschütztes, von der UNESCO überwachtes Vogelreservat und gehört zum Weltnaturerbe. Auch von den 16 Inseln des Theiß-Sees dürfen nur wenige betreten werden, denn sie gehören zu einem der geschützten Vogelbrutgebiete Ungarns.

>>