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Tarvisio

Tarvisio (Tarvis, Trbiz) liegt in der Region Friaul-Julisch-Venetien im italienischen Kanaltal auf einer Höhe von 750 Metern. Geprägt ist die Gegend vor allem durch ein jahrhundertelanges Miteinander von Italienern, Deutschen und Slowenen in diesem Dreiländereck.

Woher der Name Tarvisio kommt, ist nicht ganz klar. Fest steht allerdings, dass der Ort römische Wurzeln hat. Vom Jahr 1002 an war Tarvis über 700 Jahre lang Besitz des Hochstiftes Bamberg. Bis 1918 gehörte es dann zur Habsburger-Monarchie, seither ist es italienisch. Seit jeher hatte Tarvisio, das seit 1909 eine Stadt ist, eine große Bedeutung an der alten Handelsstraße von Venedig nach Wien, als Markt, als Bergbaugegend und nicht zuletzt war es im engen Kanaltal militärisch gut gelegen.

Tarvis - Tarvisio
Sommerurlaub Tarvis, Fusine Seen

Heute liegen auf dem Gemeindegebiet von Tarvisio neben dem gleichnamigen Hauptort noch fünf kleinere Fraktionen: Camporosso, Cave del Predil, Fusine in Valromana, Coccau und Rutte. Die Stadt selbst hat nur rund 4.500 Einwohner. Wichtigster Wirtschaftszweig ist heute der Tourismus: Im Sommer vor allem Bergsport in den umliegenden, mächtigen Bergen der Karnischen und Julischen Alpen sowie der Karawanken. Im Winter ist das Skigebiet am Sella Nevea (1.190m) sehr beliebt. Aber in den Tälern um Tarvisio kann man auch etwas Alaska-Feeling tanken und eine Ausbildung in einer internationale Schule für Hundeschlittenführer machen oder in den Seen der Gegend paddeln. Und nicht zuletzt steht in Tarvisio eine Sprungschanze.

Tarvis im Winter
Winterurlaub in Tarvis - Tarvisio

Was ist los in Tarvisio?

Solange Österreich noch nicht bei der EU war, war der Markt in Tarvis für die benachbarten Kärntner - ähnlich wie der Brenner für die Tiroler – die Einkaufs-Destination schlechthin. Heute ist dort aber nur mehr an den Wochenenden etwas los.

Einen Besuch sollte man der Madonna von Lussari in dem gleichnamigen Dorf abstatten. Dort wurde an der Stelle einer angeblichen Marienerscheinung eine Kirche errichtet, die heute beliebter Wallfahrtsort ist. Zur Madonna von Lussari wandert man am besten durch den größten Staatsforst Italiens. Und man wird mit einer atemberaubenden Aussicht auf Montasch (Montasio) und Wischberg (Jôf Fuart) belohnt.