San Marino

San Marion ist ein kleiner, eigenständiger Staat in Italien – er ist vollkommen vom italienischen Staatsgebiet umgeben und wird daher als Enklave bezeichnet. San Marino grenzt an die Provinz Rimini in der Region Emilia-Romagna und an die Provinzen Pesaro und Urbino in der Region Marken.

Die Amtssprache in San Marino ist Italienisch. Und obwohl San Marino nicht Teil der Europäischen Union ist, wird der Euro als Währung genutzt. Die Hauptstadt heißt ebenfalls San Marino und liegt im Zentrum des Staats. Weitere größere Städte sind Serravalle und Borgo Maggiore. In San Marino entspringen die Flüsse Ausa und Fiumicello, durchflossen wird es von den Flüssen San Marino und Marano.

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Der Zwergstaat mitten in Italien

San Marino gehört zu den sechs europäischen Zwergstaaten und ist bezogen auf Größe und Bevölkerung der fünftkleinste international anerkannte Staat der Welt. Die Grenze zu Italien ist gerade einmal 39 Kilometer lang, die längste Ausdehnung beträgt rund 17 Kilometer. San Marino hat ca. 33.400 EinwohnerInnen, die auf einer Fläche von 61,19 km² leben. Die Landschaft ist übrigens überwiegend hügelig, der höchste Punkt liegt am Monte Titano auf einer Seehöhe von 739 Metern.

Was tun in San Marino?

Die Republik San Marino wird im Landesinneren von Norden nach Süden vom etwa sieben Kilometer langen Bergrücken des Monte Titano durchzogen, der Berg aus Kalkstein hat eine maximale Höhe von 739 Meter. Die Erhebungen in San Marino sind östliche Ausläufer der etruskischen Apenninen. Der Bergkamm des Monte Titano gehört zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten und wird von den drei Festungen Guaita, Cesta und Montale gekrönt. Das historische Stadtzentrum von San Marino wurde ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die mittelalterliche Stadt befindet sich auf einem Felsmassiv, das den Ort Borgo Maggiore um etwa 150 Meter überragt. Diese schützende Lage führte dazu, dass die ursprüngliche Architektur bewahrt werden konnte und BesucherInnen in die Geschichte eintauchen können. Der historische Stadtkern, welcher auf drei Seiten von den Stadtmauern aus dem 11. bis 14. Jahrhundert umgeben ist, beheimatet auf engstem Raum zahlreiche Sehenswürdigkeiten: Dazu zählen der Palazzo Pubblico, die Basilika San Marino, die Kirche San Pietro, die Kirche San Francesco und das Teatro Titanio, welches aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt. Vor dem Palazzo Pubblico, welcher zugleich das Rathaus und der Regierungssitz ist, liegt die Piazza della Libertà – hier steht die Statua della Libertà, eine Freiheitsstatue aus weißem Carrara Marmor.

Zahlreiche Burgen und Festungen werden heute als Museen genutzt, in der Burg Cesta können beispielsweise historische Waffen besichtigt werden. Das Museum „Museo di Stato im Palazzo Pergami Belluzzi“ zeigt eine sehenswerte Sammlung an archäologischen Funden aus der Region. Wer eine kleine Wanderung unternehmen möchte, kann am Costa dell'Arnella von der Stadt San Marino nach Borgo Maggiore spazieren, der Weg bietet einen herrlichen Blick auf das Staatsgebiet, bei klarem Wetter sieht man bis zur Adria..

Der Sommer in San Marino

San Marino ist ein Geheimtipp für den Sommerurlaub, die mediterrane Vegetation und das typische Mittelmeerklima in Kombination mit gutem Essen, herrlichem Wein und dem pittoresken, historischen Charme in den Städten ergeben eine perfekte Mischung. Besonders für Kulturinteressierte ist San Marino ein Highlight: Die Gründung San Marinos reicht zurück in das Jahr 301 nach Christus – sie gilt damit als älteste noch bestehende Republik.

Für Sportbegeisterte bietet der kleine, bergige Staat viele Wanderwege, so zum Beispiel den Wanderweg Percorso della Rupe, der in Borgo Maggiore startet und zur Burganlage hinaufführt. Borgo Maggiore erreicht man bequem mit der 338 Meter langen Seilbahn, die ihre Talstation in San Marino Stadt hat. MountainbikerInnen können bei den Ausläufern der Apenninen herrliche Trails befahren. Mit dem Rennrad kann man San Marino in einem Tag erkunden, die Berge des Umlandes und die Ebenen des italienischen Hinterlandes bieten aber auch zahlreiche, ruhige Straßen zum Radfahren.

Im Sommer bei schönem Wetter darf eine Abkühlung natürlich nicht fehlen: Einen eigenen Strand gibt es zwar nicht, aber die Sandstrände der Adria sind nah. Rimini, Pesaro, Cesenatic, Riccione und Cattolica gehören zu den beliebtesten Urlaubszielen für Gäste aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und den italienischen Städten. Die touristische Region bietet eine große Auswahl an Hotels und Unterkünften für jeden Anspruch: Sowohl Familien mit Kindern, WellnessurlauberInnen, Ruhesuchende sowie SportlerInnen finden hier die passende Unterkunft.

Wie kommt man nach San Marino?

Nach San Marino kommt man sowohl auf dem Landweg mit dem Auto, dem Bus oder dem Zug, als auch mit dem Flugzeug. Der nächstgelegene Flughafen ist in Rimini, als Provinzflughafen wird er jedoch nicht von vielen Fluggesellschaften angeflogen. Der nächste größere, internationale Flughafen ist rund 100 Kilometer entfernt in Bologna, hier gibt es auch die Möglichkeit, sich ein Mietauto zu besorgen und mit diesem bequem weiter zu reisen. Von Wien nach San Marino sind es rund 900 Kilometer, von Mailand und Rom beträgt die Entfernung rund 350 Kilometer, Venedig erreicht man nach 280 Kilometern Fahrt entlang der Adriaküste.

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